Salon Dahlmann

05.09. - 01.11.2014

BILDER ZWISCHEN DEN ZEILEN
Kapitel 1

Eröffnung: 5. September 2014, 18-21 Uhr

Kjersti G. Andvig (NOR), Matti Braun (D/FIN), Van Brummelen & De Haan (NL), Albert Coers (D), Laura Horelli (FIN), Kalle Lampela (FIN), Lars Laumann (NOR), Rosa Liksom (FIN), Dennis Loesch (D), Kirsi Mikkola (FIN), Riitta Nelimarkka (FIN), Janne Räisänen (FIN), Jarkko Räsänen (FIN), Benja Sachau (D), Elsa Salonen (FIN)

Kuratiert von Eemil Karila

 

 

 

Die Ausstellung “Bilder zwischen den Zeilen“ thematisiert das Verhältnis von Bild und Text in der Kunst und Gesellschaft, während sie den Blick in verschiedene Richtungen schweifen lässt und Raum für die „eigene Sprache“ eines jeden Künstlers bietet.

Das Berlin von heute ist global, der Alltag und die Stadt von einer Vielfalt von Kulturen, historischen Überlagerungen und einem andauernden Veränderungsprozess geprägt. Längst ist die Grenze zwischen Hochkultur und Kommerz fließend geworden, die individuelle Wahlfreiheit bleibt noch zwischen Konsum und Konvention. Seit dem Umbruch der Moderne wird die Flut an Bildern immer größer, in der postmodernen Welt droht bereits eine visuelle Übersättigung, gegen die selbst die Kunst nur schwer ankommt.

Die Entstehung der Sprache setzt eine Beobachtung von äußeren Zeichen voraus, und durch diesen sozialen Prozess wird das menschliche Bewusstsein gebildet. Die Benutzung von Zeichen verleiht dem Bewusstsein eine linguistische Form und das Werkzeug für konzeptionelles Denken und die Kommunikation durch Sprache.

Das Lesen zwischen den Zeilen wäre ohne Situationsverständnis, ein Bewusstsein für das Ich, nicht möglich. Die Kunst spricht eine andere Bildsprache, als unsere alltägliche visuelle Umgebung, in der Bilder vor allem eine manipulative Aufgabe erfüllen. Die Ziele hinter den Bildern und Botschaften des Marktes sind leichter zu entziffern als die der Kunst. Denn Kunst ist auch für den Künstler eine Entdeckungsreise, deren Forschungsgegenstand er selbst bildet. Intention und Intuition bilden einen Gegensatz, genau wie das Bewusste und das Unbewusste. Die Kunst und Kunstwerke spiegeln persönliche und generelle Fragen wider, Situationen und Gedanken, und der Zuschauer spielt seine Rolle bei der Definition der Bedeutung. Laut Thomas Sebeok stellt das Lesen unserer Umgebung nicht die „Wirklichkeit an sich“ dar, sondern vielmehr die „Natur, gezeichnet durch unsere Fragestellungen“.

Eemil Karila

 

 

Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Finnland-Institut in Deutschland statt und ist Teil des Satellitenprogramms COOL2014 zum Ehrengast Finnland auf der Frankfurter Buchmesse 2014.

 

VORSCHAU:

BILDER ZWISCHEN DEN ZEILEN
Kapitel 2

Albert Coers (D), Laura Horelli (FIN), Kalle Lampela (FIN), Rosa Liksom (FIN), Kirsi Mikkola (FIN), Riita Nelimarkka (FIN), Janne Räisänen (FIN), Riiko Sakkinen (FIN), Elsa Salonen (FIN)

Der zweite Teil der Ausstellung wird vom 14. November 2014 bis 15. Januar 2015 im Finnland-Institut, Georgenstr. 24 in Berlin-Mitte zu sehen sein.